Viele lokale Unternehmen haben eine Website – aber nicht jede Website arbeitet wirklich für das Unternehmen. Oft sind es keine großen technischen Baustellen, sondern handhabbare Fehler, die dafür sorgen, dass Besucher schnell wieder abspringen oder gar nicht erst ankommen. Die gute Nachricht: Die häufigsten Fehler auf einer Unternehmenswebsite lassen sich gezielt beheben, ohne gleich alles von Grund auf neu zu bauen.
1. Kein klarer Kontaktweg
Der häufigste und folgenschwerste Fehler: Interessenten wollen Kontakt aufnehmen – und finden ihn nicht auf Anhieb. Eine Telefonnummer, die sich nur im Impressum versteckt, eine E-Mail-Adresse ohne klickbaren Link, ein Kontaktformular, das auf mobilen Geräten nicht funktioniert.
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Telefonnummer und ein direkter Kontaktweg auf jeder Seite sichtbar sind – idealerweise im Header oder als fester Button. Je weniger Klicks ein potenzieller Kunde braucht, um Sie zu erreichen, desto wahrscheinlicher meldet er sich tatsächlich.
2. Veraltete oder fehlende Informationen
Öffnungszeiten, die sich seit zwei Jahren verändert haben. Eine Leistungsseite, auf der Angebote stehen, die Sie längst nicht mehr machen. Ein Teammitglied im “Über uns”-Bereich, das schon lange woanders arbeitet. Solche Details wirken auf Besucher unprofessionell – und manchmal führen sie zu echten Missverständnissen.
Eine Website ist kein Einmal-Projekt, sondern ein lebendiges Aushängeschild. Mindestens einmal pro Quartal lohnt ein kurzer Check: Stimmen alle Angaben noch? Sind Preise, Leistungen und Kontaktdaten aktuell?
3. Kein Local SEO
Wenn jemand in Rendsburg oder einer Nachbarstadt nach Ihrem Angebot sucht, soll Ihr Unternehmen in den Ergebnissen auftauchen – und zwar möglichst weit oben. Ohne Local SEO passiert das nicht zuverlässig.
Konkret bedeutet das: Ihr Google-Business-Profil ist vollständig gepflegt und mit der Website verknüpft. Auf Ihrer Website steht, wo Sie tätig sind – nicht nur im Impressum, sondern auch im Fließtext und in der Seitenbeschreibung. Ortsnamen, Stadtteile und regionale Begriffe tauchen an sinnvollen Stellen auf.
4. Unklare Botschaft – wer sind Sie, und warum sollte ich bei Ihnen anfragen?
Viele Unternehmenswebsites beantmorten die wichtigste Frage eines Erstbesuchers nicht: Warum genau Sie, und nicht jemand anderen? Statt einer klaren Aussage findet man allgemeine Phrasen wie “wir bieten hochwertige Leistungen” oder “Qualität und Kundenzufriedenheit stehen bei uns an erster Stelle”.
Formulieren Sie stattdessen konkret: Was machen Sie, für wen, in welchem Gebiet, mit welchem Vorteil für den Kunden? Schon zwei klare Sätze auf der Startseite können den Unterschied machen. Denken Sie aus der Perspektive des Besuchers: Was möchte er in den ersten Sekunden wissen?
5. Fehlende Mobiloptimierung
Mehr als die Hälfte aller Website-Besuche finden heute auf dem Smartphone statt – für lokale Unternehmen ist dieser Anteil oft noch höher, weil viele Nutzer unterwegs nach Dienstleistern in der Nähe suchen. Eine Website, die auf dem Desktop gut aussieht, auf dem Handy aber zoomend navigiert werden muss, verliert Besucher schnell wieder.
Prüfen Sie Ihre eigene Website regelmäßig am Smartphone: Sind alle Texte lesbar? Lassen sich Buttons und Links bequem tippen? Lädt die Seite in kleiner als 2 Sekunden? Google bewertet die mobile Version einer Seite als Hauptversion – eine schlechte mobile Erfahrung schadet damit auch der Sichtbarkeit in der Suche.
Was tun, wenn mehrere dieser Punkte zutreffen?
Priorisieren Sie nach Wirkung. Der fehlende Kontaktweg und die Mobiloptimierung sind in der Regel am dringlichsten, weil sie direkt Anfragen kosten. Local SEO und die Überarbeitung der Botschaft zahlen sich mittelfristig aus. Veraltete Inhalte lassen sich oft in einem einzigen Nachmittag bereinigen.
Eine Website muss nicht perfekt sein – aber sie sollte zuverlässig das leisten, wofür sie da ist: Vertrauen aufbauen, klar kommunizieren, und den Weg zum Kontakt so einfach wie möglich machen.
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